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Flandern-Reise 2015 finden Sie im Archiv!

Steiermarkreise vom 18. - 22. Mai 2016

 

 

Zu Gast beim österreichischen Nachbarn:

Unterwegs im grünen Herzen der Steiermark

Um es gleich vorweg zu sagen: Das Programm unseres fünftägigen Ausflugs ins österreichische Bundesland – Leoben-Niklasdorf – bescherte den Reisenden eine erlebnisreiche, unvergessliche Zeit. Die meisten von uns betraten Neuland und waren überrascht von den stolzen Zeugen seiner habsburgischen Vergangenheit. Klöster, Kunst und Wissenschaft prägten über Jahrhunderte diese Kulturlandschaft mit ihrem gepflegten Erbe für künftige Generationen: das Benediktinerstift Admont mit der größten Klosterbibliothek der Welt; die Abtei Seckau (im 12. Jahrhundert mit dem Segen des Salzburger Erzbischofs gegründet); die prachtvolle frühbarocke und ehemalige Jesuitenkirche St. Xaver in Leoben – und als neuzeitlicher Kontrast die „bunte“ Hundertwasser-Kirche mit ihren steinernen Symbolen der Weltreligionen in Bärnbach sowie der Red Bull Formel 1 Ring in Spielberg.

Ein Höhepunkt auch der spannende Besuch des Lippizanergestüts Piber mit seinen edlen Vierbeinern. „Solange ein brauner Nachkomme, ein Glücksbringer, wie wir ihn nennen, hier aufwächst, gehen Gestüt und Spanische Hofreitschule nicht unter“, gab die sympathische Führerin die Weissagung in einer Sage zum besten.

Am vorletzten Tag wurde die „Genuss-Hauptstadt“ Österreichs besichtigt, auch profaner „Gemüsekammer“ genannt wegen ihrer Bauernmärkte, die von 800 Bauern beschickt werden. Graz ist aber auch eine beliebte Universitätsstadt mit 45000 Studenten. In seiner kompakten Altstadt voller architektonischer Meisterwerke herrscht lebhaftes urbanes Leben wie auch in fünfzig Innenhöfen mit „südländischem Flair“ und ist nicht nur Wohlfühloase für uns Kurzurlauber, sondern auch seine älteren Bürger, denen sie den Namen Pensionopolis verdankt.

Für lukullische Gaumenfreuden sorgten die Produkte einer Kürbiskernölmühle – und die Tafelfreuden beim Brücklwirt. Vor der zum Familienbesitz gehörenden, über 500 Jahre alten Almhütte nahmen wir, mit Zirbenschnaps begrüßt und steirischen Spezialitäten verwöhnt bei phantastischer Aussicht auf sattgrüne Hügel und ferne schneebedeckte Gipfel, Abschied von herzlicher Gastfreundschaft in beeindruckender Bergkulisse.

Kleine Kuriositäten am Rande: „fest klebende Sitze“ im Weingut an der Schilcher Weinstraße („Müssen wir jetzt wirklich schon aufbrechen?“) und Omis Apfelstrudel, der sich zum großen Erstaunen des Gastes als Flüssigkeit entpuppte, weil man den Zusatz „100 Prozent Fruchtsaft“ übersehen hatte …

Ja, es war eine wundervolle Reise in die bis dahin den meisten unbekannte österreichische Region Steiermark. Bei zum Teil karibischen Temperaturen wurde uns eine breite Palette an Eindrücken geboten für Gaumen, Herz und Sinne – ein unvergesslicher Erinnerungsschatz. Allen, die das ermöglichten, sei herzlich gedankt: der Reiseleitung mit Assistenz, dem Hotel-Team im Hotel Brücklwirt in Niklasdorf, vor allem auch dem Baedeker-geschulten Busfahrkünstler Matthias mit Stewardess Carmen (Firma Stewa) – und natürlich allen Reisenden, die sich auf dieses „Wagnis“ eingelassen haben!

 Roßdorf, den 31. Mai 2016Text Gisela Keppler,  Fotos Irene Weichert und Dieter Keppler

 www.bruecklwirt.com

 

 Antwerpen - Brügge - Brüssel - Gent

Diamanten, Schlösser, Kathedralen

Flandern im Frühling vom 7. bis 10. Mai 2015

"420 Kilometer bis Aalter, Stewa fährt - die Bahn steht", lautet die frohe Botschaft unseres Luxus-Stewa-Bistrobus-Fahrers Matthias, als wir am Morgen des Anreisetages, 34 Landfrauen, -männer und Gäste , um 6.45 Uhr im Bus sitzen. Frühstück bei Anita, der Bordstewardess, die vier Tage unser guter Service-Geist sein wird. Um 12.15 Uhr erreichen wir Antwerpen, die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in Belgien, dem Land mit drei Amtssprachen: Niederländisch, Französisch und Deutsch.

Die Besichtigung beginnt an der Hauptschlagader der Stadt am drittgrößten Seehafen Europas an der Schelde-Mündung. Sabine Jansen heißt unsere Fremdenführerin, und sie gibt erst einmal einen kurzen geschichtlichen Überblick, ehe sie uns unter die Erde in einem großen Fahrstuhl in den 31 Meter tiefen Annatunnel, der für Fußgänger und Radfahrer die Schelde unterquert (über die Schelde gibt es keine Brücken, damit die Schifffahrtswege nicht beeinträchtigt werden) schickt. Zurück ging es mit zwei langen Rolltreppen. Wir passieren den Beginenhof (Mutter aller Frauenhäuser), die Oper, die "Bahnhofskathedrale", das jüdische Viertel mit vier Diamantenbörsen, den "transparenten" Justizpalast, den Südteil mit Galerien, Modehäusern, Museen.  Ein besonderes Museum ist das ehemalige Druckerei-Imperium Platin Moretus und heutige Weltkulturerbe mit seinem Renaissance-Garten. Und hören die unrühmliche Geschichte vom Kongo-Kauf des belgischen Königs Leopold II. im 19. Jahrhundert. Der Herrscher musste die Kolonie 1908 an den belgischen Staat zurückgeben, der Kongo blieb jedoch bis zu seiner Unabhängigkeit im Jahre 1960 nach den bekannten kriegerischen Auseinandersetzungen im Besitz Belgiens. Das "niederländische Gebiet" selbst war viele Jahrhunderte ein Spielball eroberungsfreudiger Mächte, profitierten aber auch im reichen Maß von seiner erfolgreichen Übersee-Kolonisation.

Schließlich endet die Tour auf dem romantischen, dreieckigen Marktplatz mit dem Brabobrunnen: der Sage nach sollten die vorbeiziehenden Schiffer an den Riesen Druon Antigon Zoll bezahlen, andernfalls hacke er ihnen die Hand ab. Dann kam der junge Held Brabo, besiegte den Unhold uns warf dessen Hand in die Schelde.

Brügge, am zweiten Tag: 8. Mai. Die Stadt der Grachten (Kanäle) verdankt ihren Reichtum dem Stapelrecht und der Textilindustrie. Das Venedig des Nordens wurde zum Weltkulturerbe erklärt und erlebte - wie seine drei "Schwestern" Antwerpen, Brüssel und Gent - seine Blütezeit im 15. und 16. Jahrhundert. Heute schlängeln sich Touristenscharen durch die gepflegten, "Hunde freien" verwinkelten Straßen und Gässchen entlang herrlicher Plätze, Kirchen und Patrizierhäuser. In einem Grachtenboot erleben wir neue reizvolle Perspektiven, nachdem wir uns in einem der sonnigen Straßen-Restaurants so recht von Herzen gestärkt hatten. Ein Abstecher an die Nordsee beschließt den faszinierenden Tagesauflug.

Brüssel, am dritten Tag: 9. Mai. Die "europäische Hauptstadt" präsentiert sich stilgerecht mit modernen Hochglanzfassaden für Europäische Union und Nato und der Touristenhochburg Altstadt. Vor dem Atomium, dem Wahrzeichen der Weltausstellung von 1958, machen wir unser obligates Gruppenbild, fahren natürlich auch am königlichen Palast vorbei und lassen uns von der Brüsseler Schokoladenseite verführen: mit Pralinen-Vortrag in einer Chocolaterie und dem genussvollem Verzehr praktischer Beispiele, wie man überhaupt schwach wird, wenn es unablässig nach Waffeln duftet, die man unbedingt probieren muss. Ein etwas unfreundlicher Wind fegt nun durch die Stadt, so dass wir doch recht froh sind, in den ersehnten Bus, von Matthias kunstvoll an Hindernissen vorbei laviert, steigen zu können.

Gent, am vierten Tag: 10. Mai und Heimreise. Wir atmen auf: es ist Sonntag in der weitläufigen, trotzdem "gemütlichsten Stadt Ostflandern" voller beeindruckender Baudenkmäler und Kirchen auf engstem Raum! Und die  abschließende vergnügte bierfreudige, ja sogar sangeserfüllte "Glasbootfahrt" auf Kanalarmen beschließt unsere erlebnisreiche Vier-Städte-Tour.

Zum Abschluss ein Dank an alle, die dafür verantwortlich sind und mitgeholfen haben, dass diese Reise zu einer unvergesslichen Erinnerung wurde - wozu auch die liebenswürdige Gastfreundschaft der belgischen Bevölkerung gehört.

Bruchköbel-Roßdorf, den 12.5.2105, Text Gisela Keppler. Fotos Klaus Weichert und James Minor

 

 

 

 

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